Der stille Feind des Schinkens
Sie haben unseren Rat befolgt, einen 100% iberischen Eichelschinken von Jamonarium gekauft, gelernt, ihn zu tranchieren, und die ersten Scheiben genossen. Doch nun liegt der Schinken auf dem Schinkenhalter, und die große Frage stellt sich: Wie bewahrt man einen angeschnittenen Schinken am besten auf?
Luft, Licht und Temperaturschwankungen sind die natürlichen Feinde von Schinken. Wird er nicht richtig geschützt, oxidiert das Fleisch, wird zäh und verliert sein charakteristisches, himmlisches Aroma. In diesem Ratgeber verraten wir Ihnen die Geheimnisse unserer erfahrenen Schinkenmeister, damit auch die letzte Scheibe so saftig ist wie die erste.
1. Der ideale Platz: Wo sollte ich den Schinkenhalter hinstellen ?
Der Standort ist der erste Schritt. Der Schinken sollte an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort gelagert werden .
- Wenn möglich, außerhalb der Küche: In Küchen kommt es aufgrund von Herd und Backofen häufig zu plötzlichen Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen. Eine Speisekammer oder eine kühle Ecke im Wohnzimmer sind da deutlich besser geeignet.
- Vor direkter Sonneneinstrahlung schützen: Durch direkte Sonneneinstrahlung oxidiert Fett sehr schnell und nimmt dadurch einen ranzigen Geschmack an.
- Konstante Temperatur: Idealerweise sollte die Temperatur zwischen 15 °C und 20 °C liegen. Legen Sie unter keinen Umständen einen ganzen oder teilweise geschnittenen Schinken in den Kühlschrank (es sei denn, er ist vakuumverpackt und in Scheiben geschnitten).
2. Der Trick, das eigene Fett zu verwenden (Der natürliche Deckel)
Dies ist der wichtigste Tipp, um einen halbgegarten Schinken haltbar zu machen . Beim Putzen des Schinkens entfernen Sie dicke Schichten der Schwarte und des weißen/gelblichen Fetts. Werfen Sie diese nicht weg!
- Anwendung: Legen Sie diese Streifen weißen Fetts nach dem Essen auf die Schneidefläche. Das Fett wirkt als natürlicher Isolator und verhindert, dass Luft direkt mit dem Fleisch in Berührung kommt.
- Achtung: Verwenden Sie unbedingt das weiße innere Fett und nicht die gelbe äußere Schwarte, da letztere einen bitteren Geschmack hat, der auf den Schinken übergehen könnte.
3. Das Werkstück abdecken: Frischhaltefolie oder Stoff?
Darüber wird viel diskutiert, aber bei Jamonarium sind wir uns in einem Punkt einig: Schinken muss atmen können .
- Verzichten Sie auf Frischhaltefolie : Das Einwickeln der Schnittfläche in Frischhaltefolie schafft eine Feuchtigkeitskammer, die Schimmelbildung begünstigen kann. Frischhaltefolie ist nur empfehlenswert, wenn Sie das Werkstück nur kurz transportieren.
- Ja zum Baumwolltuch: Decken Sie den Schinkenhalter mit einem sauberen, blickdichten und fusselfreien Baumwolltuch ab. So schützen Sie ihn vor Staub und Licht und sorgen gleichzeitig für Luftzirkulation.
4. Was tun, wenn Schimmel auftritt?
Keine Sorge. Wenn sich nach einigen Tagen, in denen Sie die Rinde oder Schnittfläche nicht berührt haben, eine dünne Schicht weißen Schimmels bildet, ist dies ein völlig natürlicher Bestandteil des organischen Reifeprozesses.
- Lösung: Reinigen Sie die Stelle einfach mit einem mit Olivenöl angefeuchteten Tuch oder entfernen Sie die erste Scheibe, falls sie zu hart geworden ist. Der Rest des Stücks ist einwandfrei und köstlich.
5. Die Verbrauchsrate
Ein Schinken ist ein lebendes Produkt, das sich ständig weiterentwickelt. Nach dem Öffnen sollte er idealerweise innerhalb von 21 bis 30 Tagen verzehrt werden . Falls Sie diese Frist nicht einhalten können, bringen Sie den Schinken gerne zu Jamonarium. Wir schneiden ihn für Sie in Scheiben und vakuumieren ihn, wodurch sich die Haltbarkeit um weitere 6 Monate verlängert.
Fazit: Geduld und Fürsorge
Zu wissen, wie man einen angebrochenen Schinken richtig aufbewahrt, ist genauso wichtig wie ihn auszuwählen. Wenn Sie diese Schritte befolgen (natürliches Fett, ein Baumwolltuch und ein kühler Ort), genießen Sie den vollen Genuss bis zum Knochen. Guten Appetit!
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